22. Januar 2020 18:59

Sport

ÖHB-Männer nach Weißrussland-Krimi EM-Achter

Österreichs Handball-Männer haben in buchstäblicher letzter Sekunde die Heim-EM auf Platz acht beendet und damit das beste ÖHB-Endrundenergebnis der Geschichte geholt. Im letzten Spiel am Mittwoch rannte man gegen Weißrussland lange einem Rückstand nach, ehe im Finish die Wende gelang. Der 36:36-Ausgleich durch Nikola Bilyk drei Sekunden vor dem Ende brachte schließlich den entscheidenden Punkt.

Der bescherte Österreich in Hauptrundengruppe I Rang vier, und damit insgesamt Rang acht. Rang sieben war aufgrund der Ergebnisse in Hauptrundengruppe II nicht möglich.

Das siebente Spiel innerhalb von 13 Tagen wurde zum angekündigten Abnützungskampf, beiden Teams war das kräftezehrende Turnier anzumerken. Österreich, das zu Beginn wieder mit seiner im Turnierverlauf bereits oft geforderten Einsergarnitur auftrat, fand in der Offensive nicht zur Form der ersten fünf Partien. Neben einigen schönen Aktionen leistete man sich zu viele technische Fehler und Fehlwürfe.

Zwei Chancen, sich um zwei Tore abzusetzen, blieben beim Stand von 7:6 (11.) bzw. 9:8 (15./letzte Führung im Spiel) ungenützt, die Weißrussen machten es besser. Das 17:13 in der 24. Minute brachte den ersten Vier-Tore-Vorsprung für die Osteuropäer, immerhin verschaffte sich Österreich mit dem 17:19-Pausenstand eine brauchbare Ausgangslage für die zweite Hälfte.

Auch dort rannte man allerdings stets einem Rückstand hinterher. Rot-Weiß-Rot kam zwar mehrmals auf ein Tor heran, bekam aber nicht zuletzt die Offensivbemühungen des Gegners nicht in den Griff. Goalie Thomas Bauer, der in der 19. Minute für Thomas Eichberger gekommen war, verhinderte mit einigen Paraden zumindest Schlimmeres. Mit der 32:28-Führung legte Weißrussland in der 50. Minute schließlich wieder vier Tore vor.

Das Finish hatte es dann aber noch in sich, Österreich lag dreieinhalb Minuten vor Schluss den Ausgleich auf der Hand. Robert Weber traf beim Siebenmeter nur die Innenstange, im Gegenzug stellten die Weißrussen auf 35:33. Nochmals arbeitete sich Österreich 27 Sekunden vor dem Ende auf 35:36 heran, Bauer hielt sein Team im Spiel. Im letzten Angriff übernahm Kapitän Bilyk Verantwortung und machte den Ausgleich perfekt.

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