28. November 2018 12:50

Politik

Österreich mit sechsthöchster Steuerquote in EU

Österreich hat seine Steuerquote 2017 im Vergleich zu 2016 leicht gesenkt und hat nunmehr die sechsthöchste Quote - Anteil von Steuern und Sozialbeiträgen in Prozent der Wirtschaftsleistung - in der EU. Wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte, war die Steuerquote 2017 am höchsten in Frankreich (48,4 Prozent), Belgien (47,3 Prozent) und Dänemark (46,5 Prozent).

Dahinter folgen Schweden (44,9 Prozent), Finnland (43,4 Prozent), Österreich und Italien (je 42,4 Prozent) sowie Griechenland (41,8 Prozent). Die niedrigsten Quoten haben Irland (23,5 Prozent) und Rumänien (25,8 Prozent), gefolgt von Bulgarien (29,5 Prozent), Litauen (29,8 Prozent) und Lettland (31,4 Prozent).

Die Summe aller Steuern, Abgaben und Nettosozialbeiträge in Prozent der Wirtschaftsleistung belief sich in der Europäischen Union im Jahr 2017 auf 40,2 Prozent. Dies ist ein Anstieg gegenüber 2016 (39,9 Prozent). Im Euroraum lag die Steuerquote im Verhältnis zum BIP im Jahr 2017 bei 41,4 Prozent, ein leichter Anstieg gegenüber 41,2 Prozent im Jahr 2016. In Österreich betrug die Steuerquote 2016 42,9 Prozent, dies war damals die fünfthöchste in der EU.

Die größten Anstiege im Vergleich zu 2016 verzeichneten Zypern (von 32,9 Prozent auf 34,0 Prozent), gefolgt von Luxemburg (von 39,4 Prozent auf 40,3 Prozent) und die Slowakei (von 32,4 Prozent auf 33,2 Prozent). Starke Rückgänge verzeichneten Ungarn (von 39,3 Prozent auf 38,4 Prozent), Rumänien (von 26,5 Prozent auf 25,8 Prozent) und Estland (von 33,8 Prozent auf 33,0 Prozent).

Der Anteil von Produktions- und Importabgaben war am höchsten in Schweden (mit 22,7 Prozent des BIP), Kroatien (19,6 Prozent) und Ungarn (18,2 Prozent). Am geringsten war dieser Anteil dagegen in Irland (8,5 Prozent), Deutschland (10,7 Prozent) und der Slowakei (11,1 Prozent). In Österreich machten diese Steuern und Abgaben 14,3 Prozent aus.

Einkommen- und Vermögensteuern waren in Dänemark mit einem Anteil von 29,7 Prozent des BIP die größte Quelle des Steuer- und Abgabenaufkommens, dahinter folgten Schweden (18,9 Prozent), Belgien (16,9 Prozent) und Finnland (16,6 Prozent). Am niedrigsten lag die Quote der Einkommens- und Vermögensteuern dagegen in Litauen (5,4 Prozent), Bulgarien (5,7 Prozent), Rumänien (6,1 Prozent) und Kroatien (6,3 Prozent). In Österreich betrug diese Quote 13,0 Prozent.

Nettosozialabgaben machten in Frankreich (18,8 Prozent), Deutschland (16,7 Prozent) und Belgien (16,1 Prozent) einen beträchtlichen Anteil des BIP aus, während die niedrigsten Anteile in Dänemark (0,9 Prozent des BIP) und Schweden (3,3 Prozent) verzeichnet wurden. Österreich hatte 2017 Nettosozialbeiträge von 15,1 Prozent.

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