14. November 2018 12:57

Kultur

Pariser Gustave Moreau-Museum öffnet Geheimschrank

Das Pariser Gustave-Moreau-Museum hat seinen versteckten Wandschrank mit abstrakten Malereien geöffnet. Unter dem Titel "In Richtung Traum und Abstraktion" stellt sich das Museum die Frage, inwieweit die nicht figurativen Darstellungen im Werk von Gustave Moreau (1826-1898) Skizzen oder abstrakte Malereien sind.

Gezeigt werden rund 100 Arbeiten des Malers des Symbolismus, davon stammen 22 aus dem "Placard aux abstraits", dem Wandschrank der Abstrakten, der gewöhnlich verschlossen ist. Manche erinnern an Werke von Mark Rothko und Barnett Newman.

Man wisse weder, seit wann der Wandschrank mit den nicht figurativen Arbeiten existiere, noch warum er existiere, erklärte die Leitung des 1903 eröffneten Museums. Die Werke wurden ursprünglich als Skizzen betrachtet. Anfang der 60er-Jahre kam jedoch die Frage auf, ob Moreau nicht ein Pionier der Abstraktion sei. Mit der bis zum 21. Jänner dauernden Werkschau eröffnet das Museum, dessen Sammlung rund 25 000 Werke des Künstlers umfasst, die Debatte neu.

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