31. Dezember 2019 12:47

Politik

Razzien gegen IS-Verdächtige in der Türkei fortgesetzt

Die Anti-Terror-Polizei in Ankara hat fünf weitere mutmaßliche Anhänger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) festgenommen, die Attentate in der Silvesternacht geplant haben sollen. Es handle sich dabei um Ausländer, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstag. Details zu der Herkunft der Verdächtigen und den Anschlagsplänen wurden zunächst nicht bekannt.

Die Razzien gegen mutmaßliche IS-Anhänger gingen weiter. Bereits am Vortag hatte die türkische Polizei bei landesweiten Razzien 100 mutmaßliche IS-Anhänger festgenommen.

Die Silvesterfeierlichkeiten in der Türkei finden seit einem schweren Terroranschlag vor drei Jahren unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen statt. Nach Angaben des Innenministeriums sind landesweit mehr als 300.000 Sicherheitskräfte im Einsatz, davon mehr als 60.000 allein in Istanbul.

In der Silvesternacht 2016/2017 hatte ein Angreifer den bekannten Istanbuler Club Reina gestürmt, um sich geschossen und 39 Menschen getötet. Der IS reklamierte den Anschlag damals für sich. Der mutmaßliche Attentäter aus Usbekistan gestand die Tat laut Medienberichten zunächst, zog sein Geständnis aber später wieder zurück. Der Prozess gegen den Usbeken geht Ende Jänner in Istanbul weiter.

© APA
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