26. November 2019 10:25

Sport

Rehrl möchte Kombinations-Weltcupsieger Riiber näher rücken

Franz-Josef Rehrl war mit drei Medaillen neben Bernhard Gruber der heimische Held der Kombinierer-Bewerbe der Nordischen Ski-WM in Seefeld. In der am Freitag in Ruka startenden neuen Weltcup-Saison möchte der Steirer an diese Topleistungen anschließen. Und dem überlegenen Weltcupsieger Jarl Magnus Riiber näherrücken. Gruber muss beim Auftakt nach einer Erkrankung noch passen.

Der Norweger Riiber gilt für Sommer-GP-Sieger Rehrl auch 2019/20 als Gradmesser. "Er macht es vor. Er springt sehr gut und kann auch Bestzeiten laufen. Da habe ich auch angesetzt", sagte der 26-Jährige gegenüber der APA. Als einer der dominierenden Springer hatte er im vergangenen Winter im Finish der 10-km-Rennen da und dort etwas Terrain eingebüßt. "Mit einem Trainingsjahr mehr hoffe ich, dass die Kluft geringer wird", meinte der Gesamt-Dritte der vergangenen Saison.

Trotz seiner unbestrittenen Klasse auf den Schanzen will sich Rehrl auch im Springen weiter verbessern. "Ich habe nicht viel verändert, aber ich habe mich im Training mehr gefordert", erklärte der Gewinner von bisher zwei Weltcupbewerben. Dazu zählten auch Sprünge ohne Wettkampfmaterial. "Ich habe gesehen, dass meine guten Sprünge immer noch gut genug sind", meinte Rehrl, der im Lauftraining in Gruber, Lukas Greiderer und Co. gute Vergleichswerte im Team hat. "Da weiß man, wo man steht." Der begeisterte Paragleiter-Pilot vermisst diese Saison jedoch Mario Seidl, der sich das Kreuzband gerissen hat.

Der Kreis der Rivalen ist groß. Die Deutschen mit Weltmeister Eric Frenzel, die von Riiber angeführten Norweger, der Weltcup-Zweite Akito Watabe, das Finnen-Duo Ilkka Herola und Eero Hirvonen, der Italiener Samuel Costa und der Franzose Antoine Gerard zählen dazu. "Das wird sicher nicht langweilig", weiß Rehrl.

Seine Saisonziele sind klar. "Ich will im Weltcup ganz vorne mitmischen", sagte der Ramsauer, der auf Konstanz setzt und jede Woche Topleistungen abliefern will. Er verhehlt aber nicht eine gewisse Unsicherheit vor dem Saisonstart. "Ich kann nur hoffen, dass meine besten Leistungen für vordere Plätze reichen. Nach den ersten zwei Stationen wird man mehr wissen."

In der vergangenen Saison hatte er in dem wegen der WM von Seefeld nach Chaux-Neuve verlegten "Triple" mit zwei Siegen den Durchbruch geschafft. In Seefeld möchte er Ende Jänner/Anfang Februar in diesem Bewerb erneut mitmischen. "Seefeld ist immer noch ein richtig emotionaler Platz für mich", erklärte der dreifache WM-Dritte. Dank der dortigen Erfolge sei ihm die Motivation im Training leicht gefallen. "Und ich muss mir und anderen jetzt nichts mehr beweisen. Ich will daran anschließen und es nicht kompliziert machen."

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