21. November 2018 23:05

Chronik

Rote Liste: Der Waldrapp erholt sich langsam

Es gibt nur noch eine wildlebende Waldrapp-Population auf der Welt, und zwar in Marokko. In den 1990er-Jahren gab es nur noch 50 Brutpaare, seit 2014 liegt ihre Zahl bei über 120, in jüngster Zeit sogar bei 147. Diese Erholung bedeutet, dass die Art in der neuesten Version der Roten Liste nicht mehr als "vom Aussterben bedroht" aufgeführt wird, sondern als "stark gefährdet", teilte BirdLife mit.

Auch die Rosentaube auf Mauritius habe sich dank Schutzprogrammen leicht erholt, hieß es weiter. Neben solchen Erfolgen von Schutzmaßnahmen zeigt die rote Liste jedoch einen gesamthaft negativen Trend: Viele Vogelarten seien stärker bedroht als früher, insbesondere durch die Abholzung tropischer Wälder, illegale Jagd und intensive Landwirtschaft.

Es brauche noch mehr Anstrengungen, um Erfolge wie beim Waldrapp oder der Rosentaube zu replizieren, betonte Stuart Butchart von BirdLife International. Der Verband ist die offizielle Institution für die Einstufung der Vögel auf der Roten Liste der Internationalen Naturschutzunion IUCN.

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