28. Januar 2020 16:05

Chronik

Rund 40 Personen aus Tiroler Gondelbahn evakuiert

In Höfen in Tirol (Bezirk Reutte) haben am Dienstag rund 40 Personen aus der Hahnenkammbahn evakuiert werden müssen. Ein Baum war durch eine kräftige Windböe umgeworfen worden und in der Nähe der Talstation auf das Seil gestürzt, sagte ein Sprecher der Reuttener Seilbahnen zur APA. Am Dienstagnachmittag konnte die Bergeaktion abgeschlossen und alle Personen sicher aus den Gondeln gebracht werden.

Auch einige Kinder eines Skikurses einer örtlichen Volksschule waren in den Gondeln festgesessen. Gefahr habe jedoch zu keinem Zeitpunkt bestanden, erklärte Bergretter Gregor Franke.

Rund 35 Bergretter waren im Einsatz. Sie mussten an den Tragseilen von der Bergstation aus die Bahn abfahren. "Dann seilten sie sich zu den Gondeln ab, statteten dort die Skifahrer mit einem Notgurt aus und seilten sie zum Boden ab", erklärte Franke. Am Boden warteten weitere Bergretter und brachten die Geborgenen zur Talstation, wo sie registriert wurden und sich aufwärmen konnten. Der an der Seilbahn entstandene Schaden war vorerst nicht bekannt. Am Dienstag sollte die Gondelbahn jedenfalls nicht mehr in Betrieb gehen.

Aufgrund einer Sturmfront musste auch eine zweite Seilbahn in Tirol, nämlich im Skigebiet Kaltenbach/Hochzillertal ihren Betrieb einstellen. Mehrere Ortsstellen der Bergrettung wurden zur Evakuierung angefordert. Die Skifahrer konnten am Nachmittag geborgen werden. Acht Personen befanden sich in dem Sessellift, teilte die Bergrettung mit. Die Wintersportler wurden mit Notgurten ausgestattet und abgeseilt, hieß es.

Verletzt wurde niemand. Wegen des anhaltenden Windes war ein Leerfahren des Sesselliftes Neuhüttenbahn nicht möglich. Die Skifahrer, die sich in einer zweiten Liftanlage befanden, konnten hingegen mittels Notbetriebs und ohne Bergung mit der Bahn ins Tal gefahren werden.

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