25. Oktober 2019 14:19

Sport

Salzburg-Coach Marsch erwartet gegen Rapid emotionales Spiel

Vier Tage nach der bitteren Champions-League-Niederlage gegen Napoli wartet auf Red Bull Salzburg ein Schlagerspiel in der Fußball-Bundesliga. Der Titelverteidiger bekommt es am Sonntag (17.00 Uhr) in Wals-Siezenheim mit Rapid zu tun und ist laut Trainer Jesse Marsch auf ein Duell eingestellt, in dem es hoch hergehen könnte. Die weiteren Sonntagspaarungen lauten WAC - Admira und Altach - LASK.

Das bisher letzte Kräftemessen mit Rapid endete im September im Cup mit einem Auswärtssieg der "Bullen" nach Verlängerung, die Hütteldorfer beendeten die Partie zu neunt. Marsch rechnet auch diesmal mit einer harten Gangart der Grün-Weißen. "Ich erwarte ein kampfbetontes, körperbetontes Spiel. Für meine Mannschaft wird es wichtig sein, die Disziplin zu wahren und die Konzentration voll auf das Spiel zu legen, nicht auf andere Sachen." Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Stammgoalie Cican Stankovic wird der 22-jährige Brasilianer Carlos Coronel im Tor stehen.

Bei Rapid sind die Variationsmöglichkeiten geringer, weil nun auch Philipp Schobesberger ausfällt. Der Flügelspieler muss wegen einer Bauchmuskelverletzung rund ein Monat pausieren. Dennoch herrscht beim Tabellenvierten Optimismus, immerhin ist Rapid seit sechs Meisterschaftsmatches ungeschlagen und hat die vier jüngsten Auswärtspartien gewonnen. "Salzburg hat eine unglaublich hohe Qualität, aber wir werden nicht vor Ehrfurcht erstarren", versprach Trainer Dietmar Kühbauer.

Als haushoher Favorit kommt der LASK am Sonntag (14.30) zu Nachzügler Altach. Dem Vorletzten droht die fünfte Niederlage in Folge, mit den Linzern gastiert das beste Auswärtsteam in der Cashpoint Arena. Drei Tage nach dem kräftezehrenden 0:0 in Eindhoven setzt der LASK auf Regeneration und das "Lufttaxi": Erstmals in der Fußball-Bundesliga-Historie steigt man in den Flieger. Für den zweitplatzierten LASK, der saisonübergreifend sieben Liga-Auswärtspartien in Folge gewonnen hat, ist die Zielsetzung klar. Mit dem nächsten Erfolg soll der Drei-Punkte-Rückstand auf Leader Salzburg gehalten oder sogar weiter verkürzt werden.

Nach dem verpassten Europa-League-Erfolgserlebnis in der Türkei will der WAC national an der Spitze dranbleiben. Die Kärntner peilen im Heimspiel gegen den wiedererstarkten Zehnten Admira den siebenten Sieg in den jüngsten neun Spielen an. Sollte der gelingen, hätten die Schützlinge von Gerhard Struber ihre ungeschlagene Serie auf dann neun Ligapartien ausgebaut. "Wir wissen natürlich, dass die Admira anders dasteht wie noch vor einigen Wochen. Das wird eine richtig schwere Aufgabe", rechnete der Salzburger mit keinem Selbstläufer.

Die Admiraner ließen das Tabellenende dank einem 3:1 gegen WSG Tirol und 4:1 in Altach hinter sich. "Wir wollen unseren Aufwärtstrend, was das Spielerische und die Stabilität betrifft, fortsetzen", betonte ein "grundsätzlich immer optimistischer" Coach Klaus Schmidt. Man sei ein "anderer Gegner" als noch vor drei Wochen. Trotzdem bleibt man im Admira-Lager realistisch.

© APA