29. November 2019 10:56

Kultur

Salzburg will Fotomuseum auf dem Mönchsberg

Stadt und Land Salzburg bekräftigen ihr Interesse als Standort für ein Fotomuseum des Bundes. Am Freitag untermauerten Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) und Kulturressortchef Vbgm. Bernhard Auinger (SPÖ) ihr Bestreben mit einer Machbarkeitsstudie und präsentierten auch schon einen möglichen Standort, und zwar hinter dem Museum der Moderne auf dem Mönchsberg (MdM).

Österreich verfügt bis heute über kein Fotomuseum, seit 2017 diskutiert darüber aber die Kulturpolitik: Mit Thomas Drozda (SPÖ) und Gernot Blümel (ÖVP) thematisierten es die beiden vorangegangenen Kulturminister. Und Salzburg, das mit der Fotosammlung des Bundes, dem Fotohof, der Leica-Galerie und der Professur für Fotografie an der Universität Mozarteum bereits auf einschlägige Referenzen verweisen kann, brachte sich sofort ins Spiel. Dem "Wasserkopf" Wien könnte so etwas entgegengesetzt werden. Also wurde beim Medienwissenschafter Bernd Stiegler von der Universität Konstanz eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, deren Ergebnis heute vorgelegt wurde.

Wenig überraschend wird die Mozartstadt darin als geeigneter Standort für das Museum genannt. Quintessenz: "Die hier bestehenden Rahmenbedingungen und die hohe vorhandene Kompetenz bezogen auf Fotografie sprechen durchaus für ein Österreichisches Museum der Fotografie hier in der Stadt Salzburg." Haslauer und Auinger schlugen heute als Standort eine Fläche hinter dem MdM vor, die bereits eine "Sonderwidmung für Kulturbauten" aufweist. Organisatorische Vorteile würden sich durch eine Zusammenarbeit mit dem benachbarten Museum (Shop, Administration, Personal, Presse und vieles mehr) ergeben.

Das MdM verwahrt heute mehr als 22.000 Fotografien, darunter eben auch die Sammlung des Bundes mit mehr als 11.000 fotografischen Werken. Darüber hinaus verfügen das Stadtarchiv und das Salzburg Museum über beachtliche Bestände historischer Werke und Sammlungen.

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