15. Oktober 2019 07:06

Kultur

Scala bringt "Giulio Cesare in Egitto" nun ohne Bartoli

Der Händel-Klassiker "Giulio Cesare in Egitto" wird in der Regie von Robert Carsen an der Scala nun tatsächlich ohne Cecilia Bartoli realisiert. Die Starsängerin und Leiterin der Salzburger Pfingstfestspiele hatte ihre Mitwirkung abgesagt, weil dem Intendanten Alexander Pereira kein neues Mandat zugesichert worden war. Die Cleopatra singt nun die australische Sopranistin Danielle De Niese.

De Niese wird damit in der Aufführungsserie, die vom 18. Oktober bis zum 2. November angesetzt ist, ihr Debüt an dem Mailänder Opernhaus feiern. Giulio Cesare singt der US-Countertenor Bejun Mehta, dirigiert wird die Oper von Giovanni Antonini. "Wir haben eine wunderbare Besetzung zusammengestellt", betonte der noch bis zum 15. Dezember amtierende Scala-Intendant Pereira nach Medienangaben.

Weil die Scala Pereira im Juni keine zweite, vierjährige Amtszeit angeboten hatte, hat Bartoli ihren Auftritt in "Giulio Cesare in Egitto", sowie in zwei anderen Barock-Opern an der Scala abgesagt. Die drei Händel-Opern, die die Scala bis 2021 herausbringen wird, waren eigentlich für sie entworfen worden. Bartoli hätte auch in "Semele" im Jahr 2020 und in "Ariodante" 2021 auftreten sollen.

Pereira wird sich noch um die Scala-Saisoneröffnung mit "Tosca" am 7. Dezember kümmern, seine Amtszeit in Mailand läuft am 15. Dezember aus. Danach wechselt er als Intendant des Opernhauses "Maggio musicale fiorentino" nach Florenz.

Von Mitte Dezember bis 1. März 2020 wird Staatsopern-Chef Dominique Meyer als "designierter Scala-Intendant" im Einsatz sein. Erst ab 1. März wird er sich dann offiziell als Scala-Intendant betätigen. Während der Übergangszeit werden Bürgermeister Sala als Präsident der Scala-Stiftung und die Generaldirektorin des Opernhauses, Maria Di Freda, das Theater leiten.

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