7. Januar 2020 20:15

Chronik

Schwere Erdbeben erschüttern Karibikinsel Puerto Rico

Bei einem heftigen Erdbeben in Puerto Rico sind mindestens ein Mensch getötet und acht weitere verletzt worden. Die Gouverneurin des US-Außengebiets Wanda Vázquez Garced rief am Dienstag den Ausnahmezustand aus. Dies ermögliche es, die Nationalgarde zur Unterstützung der Einsatzkräfte zu mobilisieren, erklärte die Gouverneurin.

Das Erdbeben hatte einen Stromausfall auf der gesamten Karibikinsel ausgelöst. Mehrere Städte an der Westküste wurden schwer beschädigt. Das Erdbeben hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS eine Stärke von 6,4. Es ereignete sich demnach am frühen Morgen knapp 14 Kilometer südlich der Stadt Ponce. Danach folgten laut USGS zwei schwere Nachbeben der Stärke 5,6 und 5,8. Eine unmittelbar nach dem schweren Beben ausgegebene Tsunami-Warnung wurde später wieder aufgehoben.

Örtlichen Medienberichten zufolge kam in Ponce ein 73-jähriger Mann ums Leben, als eine Wand in seinem Wohnhaus einstürzte. Die Bürgermeisterin von Ponce, Mayita Meléndez, sagte im Sender Wapa, dass zudem acht Menschen verletzt worden seien.

Vázquez Garced erklärte im Onlinedienst Twitter, dass Sicherheitsvorkehrungen ergriffen worden seien. Regierungsangestellte müssten nicht zur Arbeit erscheinen. "Wir wollen, dass alle sicher sind", betonte die Gouverneurin. Die Häfen des Landes seien durch den Erdstoß nicht beschädigt worden. Die Öl- und Gasreserven reichten zudem für mehrere Wochen aus.

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