11. Januar 2020 11:06

Sport

Skispringerin Marita Kramer mit erstem Weltcup-Sieg

Marita Kramer hat am Samstag sensationell ihren ersten Weltcup-Sieg ersprungen. Die 18-jährige Skispringerin aus Salzburg bestätigte ihre Halbzeitführung in Sapporo und besiegte im Finish auch die Favoritin und Olympiasiegerin Maren Lundby (NOR). Kramer landete bei 131 und 135 Metern und gewann 4,6 Zähler vor Lundby. Eva Pinkelnig auf Rang drei sorgte für einen weiteren ÖSV-Podestplatz.

Mit Daniela Iraschko-Stolz auf Platz fünf unmittelbar vor Chiara Hölzl landeten vier ÖSV-Springerinnen unter den Top 6, ein auch mannschaftlich sehr starkes Ergebnis. Jacqueline Seifriedsberger wurde 15. Das ÖSV-Damenteam bilanziert damit nach vier Saisonbewerben bei je zwei Siegen, zweiten und dritten Plätzen. Erst am 14. Dezember hatte die 22-jährige Hölzl in Klingenthal ihren ersten Weltcup-Triumph gefeiert.

"Mein Ziel waren die Top Ten. Aber ich habe umgesetzt, was ich mit den Trainern besprochen habe. Das Ergebnis ist natürlich megacool", freute sich Kramer, die am 25. Oktober 2001 in Apeldoorn (NED) geboren wurde. "Vor dem zweiten Durchgang war ich ein bisschen nervös. Das war eine ungewohnte Situation für mich. Die Schanze in Sapporo ist sicher eher eine Fliegerschanze und das liegt mir. Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Wettkampf morgen."

Kramer hört eigentlich auf den Rufnamen "Sara", da aber Marita in der Geburtsurkunde steht, wird sie auch in allen offiziellen Papieren so geführt. Kramer zog 2008 mit ihrer Familie nach Maria Alm (S) und hat noch beide Staatsbürgerschaften. Sie hat eine jüngere Schwester namens Femke, die als Biathletin derzeit bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in Lausanne im ÖOC-Team im Einsatz ist.

Kramer ist übrigens die insgesamt 18. Weltcup-Siegerin der Damen und die vierte aus Österreich nach Iraschko-Stolz (16 Siege), Seifriedsberger (1) und Hölzl (1). Keiner ÖSV-Springerin ist es aber in derart jungem Alter gelungen, ganz nach oben auf das Podest zu springen. Kramer bestritt am Samstag ihre erst 13. Weltcup-Konkurrenz (plus einmal nicht qualifiziert).

ÖSV-Damen-Coach Harald Rodlauer war mit dem Ergebnis natürlich sehr glücklich: "Es freut mich irrsinnig für Sara, dass sie heute zum ersten Mal gewonnen hat. Sie hat in den vergangenen Monaten so cool an sich und ihren Sprüngen gearbeitet und heute richtig Nervenstärke bewiesen. Auf der anderen Seite freue ich mich auch für die gesamte Mannschaft. Es war mir wichtig, dass wir mannschaftlich breit aufgestellt sind. Für so ein Ergebnis muss man als Team sehr gut zusammenarbeiten und natürlich braucht es auch das notwendige Quäntchen Glück. Darauf wollen wir weiter aufbauen."

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