18. Dezember 2019 15:18

Politik

SPÖ-"Putschstand" vor Parteizentrale abgesagt

Mit einem "Putschstand" hätte Mittwochnachmittag vor der SPÖ-Bundesparteizentrale in der Löwelstraße gegen die momentane Lage in der Partei demonstriert werden sollen. Die Aktion von unbekannten Parteirebellen wurde jedoch kurzfristig abgesagt - "aufgrund massiver Repressalien der Parteiführung", wie die Organisatoren auf Twitter mitteilten. Die Veranstaltung war für 15 bis 18 Uhr angesetzt.

Der Titel lautete "Punschen wir die Sozialdemokratie zurück in die SPÖ". Am Nachmittag machten die Parteikritiker dann jedoch einen Rückzieher. "Zum Schutz der Sympathisanten" sahen sie sich gezwungen, den Punschstand abzusagen, verlautbarten sie in Sozialen Medien. Als Begründung wurde genannt, dass es in den letzten Tagen von verschiedenen Seiten Druck gegeben habe. "Selbst kritische innerparteiliche Organisationen warnen ihre Mitglieder vor der Teilnahme, aus Angst vor den angedrohten Konsequenzen", schrieben die Hintermänner der Demo auf Twitter.

"Es tut uns sehr, sehr Leid. Für kritischen Austausch ist gerade kein Platz in der SPÖ", bedauerten die Parteirebellen in ihrem Statement.

Bei der SPÖ war man am Mittwoch darum bemüht, der abgesagten "Putschstand"-Aktion unbekannter Organisatoren und den Vorwürfen gegen die Parteiführung keine große Bedeutung beizumessen. "Auf irgendwelche anonymen Behauptungen möchte ich nicht näher eingehen", teilte Kommunikationschef Stefan Hirsch mit. "Nur so viel: das ist der größtmögliche Unsinn."

Vor der SPÖ-Parteizentrale in der Löwelstraße war am Nachmittag jedenfalls nichts von einer Demonstration zu bemerken - einzig ein paar wartende Medienvertreter waren kurz nach der Absage dort anzutreffen.

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