6. Februar 2020 16:46

Politik

Streiks bei der Pariser Metro und der Müllabfuhr

Ein neuer Streikaufruf bei der Pariser Metro und sich häufende Müllberge in der französischen Hauptstadt und in Marseille: Die Proteste gegen die Pensionsreform in Frankreich gehen weiter. Die Gewerkschaft Unsa rief am Donnerstag zu einem "schwarzen Montag" im Pariser Nahverkehr am 17. Februar auf - dann wird die Pensionsreform erstmals in der Nationalversammlung beraten.

Die Stadtverwaltung von Marseille kündigte ein Verfahren zur Dienstverpflichtung an, um die seit Tagen streikenden Müllabfuhrmänner zur Rückkehr an ihren Arbeitsplatz zu zwingen. In der südfranzösischen Hafenstadt häufen sich rund 3.000 Tonnen Müll. Auch in großen Teilen von Paris werden die Abfälle nicht eingesammelt, weil Arbeiter die Müllverbrennungsanlagen bestreiken.

In französischen Städten gingen erneut zehntausende Menschen gegen die Pensionsreform auf die Straße, mit der Präsident Emmanuel Macron die mehr als 40 Pensionssysteme vereinheitlichen und das Defizit der Pensionskassen abbauen will. Insgesamt schwächt sich die Beteiligung an den Demonstrationen aber deutlich ab: In Paris zählte die Gewerkschaft CGT rund 130.000 Teilnehmer. Das waren 50.000 weniger als vergangenen Freitag.

Nach Angaben der Behörden gingen rund 4.500 Menschen in Marseille auf die Straße, 3.500 in Bordeaux und Toulouse und 2.700 in Rennes. Die Demonstranten forderten erneut den Rückzug der Reform und die Pension mit 60. In Nizza verkehrten 24 Stunden lang keine Busse und Straßenbahnen.

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