13. Januar 2020 10:40

Chronik

Thailänder sollen wegen Dürre kürzer Zähne putzen

In Thailand herrscht eine der schlimmsten Dürren seit gut 40 Jahren: Die Reisfelder trocknen aus, in Bangkok wird das Leitungswasser salzig. Nach Angaben der nationalen Behörde für Bewässerung vom Montag gilt in 18 Provinzen des Landes der Wassernotstand. Um Wasser zu sparen, rief Regierungschef Prayut Chan-o-cha die Bevölkerung auf, das Duschen und Zähneputzen um je eine Minute zu verkürzen.

Laut Energieminister Sontirat Sontijirawong soll nun Wasser von den Dämmen im Westen Thailands nach Bangkok umgeleitet werden. In der Hauptstadt gibt es ein Problem mit sogenannter Salzwasserintrusion, das bedeutet grob gesagt: In Küstennähe dringt Salzwasser ins Grundwasser, und der Staudamm von Bangkoks Hauptfluss Chao Praya erhält derzeit nur halb so viel Wasser wie er eigentlich bräuchte, um das Meeressalz aus dem Grundwasser zu spülen.

Laut Meteorologen könnte die Dürre noch bis Juni dauern. Auch Teile des südostasiatischen Nachbarlands Kambodscha kämpfen derzeit mit der großen Trockenheit.

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