7. Januar 2020 14:46

Chronik

Tiroler Lehrer soll versucht haben, Schüler zu missbrauchen

Ein 39-jähriger Lehrer einer Schule im Tiroler Bezirk Schwaz soll versucht haben, einen 13-jährigen Schüler sexuell zu missbrauchen. Dieser konnte den Übergriff aber abwehren. Laut Staatsanwaltschaft könnte es noch weitere Opfer an derselben Schule geben. Der Lehrer, der bereits in Untersuchungshaft sitzt, wurde inzwischen von der Bildungsdirektion vorläufig suspendiert.

Bei einer Hausdurchsuchung wurden zudem Datenträger des Beschuldigten sichergestellt. Nun wird geprüft, ob es zur Aufnahme von sexuellen Handlungen gekommen ist. Über den 39-Jährigen wurde die Untersuchungshaft verhängt. Er wurde in die Innsbrucker Justizanstalt eingeliefert.

Der Lehrer aus dem Bezirk Schwaz zeigte sich zu dem Vorfall, der in seiner eigenen Wohnung stattfand, bei der Einvernahme geständig. Es gebe aber "Grund zur Annahme", dass noch weitere Schüler derselben Schule zu Opfern wurden, sagte Staatsanwaltssprecher Hansjörg Mayr zur APA. Zudem bestehe der Verdacht, dass es in anderen Fällen nicht nur beim Versuch geblieben sei. Die genaue Identität der Schüler und der Tatzeitraum seien noch Gegenstand von Ermittlungen. Es könne aber sein, dass "das schon länger geht", so Mayr.

Die Tiroler Bildungsdirektion teilte unterdessen mit, dass der Lehrer mit sofortiger Wirkung vorläufig vom Dienst suspendiert wurde. Eine Betreuung der Schule durch eine Krisenpsychologin sei in die Wege geleitet worden und für den "ehestmöglichen Ersatz der Lehrperson wird gesorgt".

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