11. Januar 2020 15:03

Chronik

Unfall mit Reisebus auf der Tauernautobahn

Eine koreanische Reiseleiterin hat mit ihrem beherzten Einsatz am Samstagvormittag wohl ein schweres Busunglück auf der Tauernautobahn (A10) verhindert. Der 57-jährige ukrainische Lenker des Reisebusses verlor während der Fahrt das Bewusstsein. Die 54-jährige Frau handelte schnell, lenkte den Bus weiter und versuchte den Chauffeur wieder aufzuwecken, berichtete die Polizei Salzburg.

Der Bus kam dabei rechts von der Fahrbahn ab und geriet in eine Böschung. Die 54-Jährige konnte den Bus aber wieder auf die Fahrbahn zurücklenken. Sie versuchte, das Fahrzeug anzuhalten. Dabei prallte der Bus gegen die Mittelleitschiene. Kurz vor dem Anprall wollte ein Fahrgast der Reiseleiterin zur Hilfe kommen. Der Mann stürzte im Gang des Busses über eine Stiege und zog sich schwere Kopfverletzungen zu.

Der Notarzt versorgte den Verletzten. Der Rettungshubschrauber Martin 10 brachte den Mann in das Unfallkrankenhaus Salzburg. Der Busfahrer erlangte selbst wieder das Bewusstsein, ein Alkotest verlief negativ. Die Tauernautobahn war zwischen 10.40 und 12.00 Uhr total gesperrt. Die Freiwillige Feuerwehr St. Michael war mit drei Fahrzeugen und 30 Feuerwehrleuten im Einsatz. Die restlichen Touristen im Bus blieben unverletzt und wurden im Gebäude der Asfinag versorgt. Mit einem Ersatzbus konnte die Reisegruppen ihre Fahrt dann fortsetzen.

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