12. November 2018 17:37

Politik

Unklarheit über Verhandlungsstand bei Brexit-Vertrag

Im Ringen um die Ausgestaltung des britischen EU-Austritts bleibt der Verhandlungsstand vorerst unklar. Die britische Regierung dämpfte am Montag Hoffnungen auf einen Durchbruch: Ein Bericht der "Financial Times", wonach die zentralen Bestandteile des Brexit-Vertrags festgelegt seien, sei mit Vorsicht zu genießen, sagte ein Sprecher von Premierministerin Theresa May.

Er habe schon früher vor zu großen Erwartungen gewarnt und tue dies nun ganz besonders energisch. "Die Verhandlungen gehen weiter", so der Sprecher. Die "Financial Times" hatte zuvor unter Berufung auf namentlich nicht genannte Diplomaten berichtet, der Kern des Brexit-Vertrages könne laut EU-Chefunterhändler Michel Barnier am Dienstag dem britischen Parlament vorgelegt werden.

Großbritannien will die EU Ende März 2019 verlassen und verhandelt derzeit mit der Staatengemeinschaft über die Bedingungen des Austritts. Zankapfel ist die Frage der Ausgestaltung der Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem britischen Nordirland nach dem Brexit.

Der EU-Ausstieg selbst wird unterdessen auf der Insel immer umstrittener. Einer Parteifreundin von May zufolge muss die Premierministerin sowohl im Parlament als auch im eigenen Kabinett um Unterstützung für ihre Brexit-Pläne bangen.

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