5. Dezember 2019 15:08

Chronik

Drei Tote nach Schüssen im Militärstützpunkt Pearl Harbor

Ein Angehöriger der US-Marine hat auf dem Militärstützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii zwei Zivilangestellte getötet. Anschließend erschoss sich der Matrose, teilte Konteradmiral Robert Chadwick am Mittwoch (Ortszeit) mit. Nähere Details zu Tätern und Opfer wurden zunächst nicht veröffentlicht. Eine weitere Person, ein 36 Jahre alter Mann, sei verletzt und in stabilem Zustand, hieß es.

Der Zwischenfall ereignete sich in der Nähe eines Trockendocks auf dem weitläufigen Stützpunkt. Über die Hintergründe lagen keine Angaben vor. Der Vorfall werde von der Marine untersucht, mehr als 100 Zeugen würden befragt.

"Unsere Gedanken sind bei den Familien der Opfer und allen Beteiligten", sagte Robert Chadwick, Marinebefehlshaber in der Region Hawaii. "Das ist auf jeden Fall eine Tragödie für uns alle hier." Auch Hawaiis Gouverneur David Ige drückte via Twitter sein Beileid aus.

Unmittelbar nach den Schüssen wurde die gesamte Anlage hermetisch abgeriegelt. Später sei die Sperre wieder aufgehoben worden, twitterte das Militär. Am Donnerstag sollte der Stützpunkt noch geschlossen bleiben und erst am Freitag wieder den Betrieb aufnehmen. Für Betroffene wurde ein Krisenzentrum eingerichtet.

Das Werftgelände, auf dem sich der Zwischenfall ereignete, liegt in der Nähe der Nationalen Gedenkstätte, auf der an den japanischen Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 erinnert wird. An diesem Wochenende sind dort Gedenkfeiern geplant.

Pearl Harbor ist einer der größten Stützpunkte der US Navy im Pazifik. Das dazu gehörige Hickam ist ein Stützpunkt der US Air Force.

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