22. November 2019 10:29

Politik

Verpflichtendes Schüler-Feedback für Lehrer ab 2020/21

In ihrem Regierungsprogramm hatte die letzte ÖVP-FPÖ-Koalition angekündigt, dass Lehrer künftig von Schülern, Kollegen, Direktoren und Eltern ein "360-Grad-Feedback" erhalten sollen. Die Vorarbeiten sind noch nicht abgeschlossen, bei den Schülern ist das Bildungsressort aber bald startklar: Sie sollen ab dem Schuljahr 2020/21 Lehrern verpflichtend Feedback geben, schreibt die "Presse" am Freitag.

Voraussetzung für das Projekt ist freilich die Zustimmung der kommenden Regierung. Davon wird im Bildungsministerium allerdings ausgegangen, wie eine Sprecherin gegenüber der APA betont. Immerhin seien in der Vergangenheit alle Parteien dafür gewesen.

Für die Schülerrückmeldungen wurde vom Ministerium gemeinsam mit der Uni Graz und der Pädagogischen Hochschule (PH) Steiermark ein Online-Tool entwickelt. Die Ergebnisse sollen allerdings - anders als bei der jüngst präsentierten umstrittenen Lehrerbewertungs-App "Lernsieg" - nicht öffentlich einsehbar sein. Nur der betreffende Lehrer soll die Rückmeldung erhalten. Die Pädagogen sollen laut Plan das Feedback regelmäßig verpflichtend von ihren Schülern einholen müssen, ein Mal pro Jahr ist laut Ministerium realistisch. Dieses soll dann auch Grundlage für Fort- und Weiterbildungsplanungsgespräche mit der Schulleitung sein.

In Zukunft sollen dann auch Eltern den Lehrern Rückmeldung geben können, hier wird ebenfalls über ein Online-Tool nachgedacht. Die Bewertung von Lehrerkollegen soll wiederum auf der Beobachtung des Unterrichts basieren, für Schulleitung und Schulaufsichtsbeamte wird ebenfalls an einheitlichen Feedback-Instrumenten gearbeitet.

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