23. Dezember 2018 12:24

Chronik

Visum abgelaufen: Kärntnerin in Indien 1,5 Jahre in Haft

Eine Kärntnerin ist in Indien wegen eines abgelaufenen Visums über eineinhalb Jahre in Haft gesessen, ehe sie am Wochenende abgeschoben wurde und vor Weihnachten in ihre Heimat zurückkehren konnte. Der Sprecher des Außenministeriums, Peter Guschelbauer, bestätigte der APA am Sonntag den Fall, über den zunächst die Tageszeitung "Österreich" berichtet hatte.

Wie Guschelbauer erläuterte, gelten in Indien strenge Visa-Bestimmungen. Die Frau wurde demnach von den Behörden festgenommen, nachdem ihre Aufenthaltserlaubnis abgelaufen war. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet, aus welchen Gründen auch immer wandte sich die 38-Jährige nicht Hilfe suchend ans Außenministerium. "In der Wiener Konsularrechtsordnung ist geregelt, dass die Vertretungsbehörden nicht informiert werden, wenn der oder die Betroffene nicht explizit sagt, dass er oder sie das will", sagte Guschelbauer.

Erst nach mehr als eineinhalb Jahren in einem Gefängnis im südindischen Kerala verständigte die Kärntnerin die Botschaft. Diese besorgte der Frau rechtliche Unterstützung, der Konsul flog persönlich nach Kerala und nahm sich der 38-Jährigen an. "Es ist uns gelungen, innerhalb eines Monats ihre Freilassung und ihre Abschiebung zu erwirken", berichtete Guschelbauer. Die Frau sei am vergangenen Freitag nach Österreich zurückgekehrt.

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