18. Dezember 2018 07:27

Kultur

"Welt"-Literaturpreis an Virginie Despentes

Die französische Schriftstellerin Virginie Despentes ist mit dem Literaturpreis der Tageszeitung "Die Welt" ausgezeichnet worden. Damit werde eine "außergewöhnlich radikale Frau" für ihr literarisches, filmisches und feministisches Gesamtwerk geehrt, teilte der Axel Springer Verlag am Montag in Berlin mit. Der Preis ist mit 12.000 Euro dotiert.

"Bei Virginie Despentes stehen gesellschaftlicher Durchblick, Abgeklärtheit und Empathie in bestem dialektischen Verhältnis", sagte die Autorin und Regisseurin Helene Hegemann in ihrer Laudatio. Die Roman-Trilogie "Das Leben des Vernon Subutex" gehört zu den bekanntesten Werken der 49-Jährigen. Ihr Roman "Baise-moi - Fick mich" löste vor allem nach seiner Verfilmung im Jahr 2000 einen Skandal aus.

Gleichzeitig wurde die 24-jährige Peregrina Walter mit dem erstmals verliehenen Literaturpreis "Welt von Morgen" geehrt. Die mit 7.500 Euro dotierte Auszeichnung für junge Autoren wurde aus einer Shortlist von fünf Nachwuchsliteraten per Online-Abstimmung entschieden. In ihrem Text "Wir (2028)" entwerfe Walter ein Zukunftsszenario zwischen Utopie und Dystopie. Der "Welt"-Literaturpreis erinnert an den 1973 verstorbenen Kritiker Willy Haas, der 1925 die Zeitschrift "Literarische Welt" gründete. Heute heißt die Buchbeilage der "Welt" so.

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