4. Dezember 2018 15:48

Politik

Weniger Migranten in den Lagern im Osten der Ägäis

Die Zahl der Migranten, die auf den Inseln im Osten der Ägäis ausharren, ist zurückgegangen. In und um den sogenannten Hotspots (Registrierzentren) lebten Anfang Dezember knapp 16.000 Menschen, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Statistik des Migrationsministeriums in Athen hervorging.

Vor zwei Monaten war die Zahl der Migranten auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos auf etwa 20.000 gestiegen.

Um die Lager zu entlasten, brachte die Regierung in Athen in den vergangenen Monaten Tausende Migranten zum Festland. Es handelt sich um Menschen, die augenscheinlich Schutz brauchen, wie Familien, alleinstehende Frauen und Minderjährige sowie Mitglieder religiöser Minderheiten. Von Montagmorgen bis Dienstagmorgen waren auf den Inseln 184 neue Migranten angekommen. Gleichzeitig wurden 234 Menschen zum Festland gebracht, teilte das Migrationsministerium weiter mit. Insgesamt setzten nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) vom Dienstag seit Jahresbeginn knapp 30.000 Migranten von der Türkei zu den griechischen Inseln über.

Problematisch ist weiterhin die Lage im Hotspot der Insel Samos. Dort harren zurzeit im Lager von Vathy knapp 4.000 Menschen aus - es hat aber nur eine Aufnahmekapazität für 648 Menschen. Auch auf Lesbos ist das Lager von Moria mit knapp 5.800 Migranten und einer Kapazität für nur 3.100 Menschen überfüllt.

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