27. Dezember 2018 11:02

Chronik

Wiener Silvesterpfad heuer mit "Straße des Glücks"

Zum bevorstehenden Jahreswechsel lädt der Wiener Silvesterpfad einmal mehr zur großen Party. Bei der 29. Ausgabe werden wie gewohnt Musik und Unterhaltung an zahlreichen Standorten bei freiem Eintritt geboten. Neben Klassikern wie dem Mitternachtsfeuerwerk und dem kollektiven Walzertanzen gibt es heuer erstmals eine "Straße des Glücks". Der Startschuss fällt um 14.00 Uhr.

14 Standorte werden heuer bespielt - zwölf davon in der Innenstadt. Darüber hinaus gibt es wieder die "Außenstellen" Pratervorplatz und Seestadt Aspern. Darüber hinaus kann man sich entlang des Parcours bei rund 70 Gastro-Ständen mit Speis und Trank versorgen.

Was das Sicherheitskonzept anbelangt, stehen die Details noch nicht fest. Die Polizei will dazu erst Ende der Woche genauere Angaben machen. "Aus einsatztechnischen Gründen" werde man erst wenige Tage vor Silvester informieren, hieß es auf APA-Anfrage bei der Exekutive. Im Vorjahr war die Polizei mit 240 Beamten im Einsatz. Zudem wurde Videoüberwachung eingesetzt, schwer beladene Lastwagen dienten als Rammschutz.

Was das Programm anbelangt, setzt der Veranstalter - das Stadt Wien Marketing - auf die bewährte Kost aus Live- und Konservenmusik. In der Löwelstraße gibt es House- und Soulbeats, Am Hof R&B und Funk, Am Neuen Markt Partyhits samt Tanz- und Akrobatikeinlagen, vor dem Parlament Pop und Disco - allerdings erst ab 21.00 Uhr - und die Kärntner Straße wird mit Knüllern der heimischen Charts aus den letzten fünf Jahrzehnten beschallt.

Wer mit seinem Nachwuchs unterwegs ist, kann bei der "okidoki"-Show auf der Freyung vorbeischauen. Bis 18.00 Uhr begrüßen dort u.a. Robert Steiner und Ratte Rolf Rüdiger die jungen Besucher. Am Abend können die Eltern dann zu Latin-Rhythmen tanzen. Kinderprogramm wird außerdem in der Seestadt Aspern geboten.

Zum Entertainment der etwas anderen Art lädt das Haus der Musik. Unter dem Motto "Wunderwelt der Klänge" kann man seinen Namen als originale Mozart-Komposition hören, die Wiener Philharmoniker dirigieren oder einen Walzer würfeln. Apropos originelle Unterhaltung: Was 2019 bringt, lässt sich eventuell auf der neuen "Straße des Glücks" herausfinden. Sechs Hütten entlang der Teinfaltstraße laden zum Kartenlegen, Wahrsagen oder zum Blick in die Sterne ein.

Will man das neue Jahr beschwingt begehen, kann man sich bei den Darbietungen der Wiener Tanzschulen am Stephansplatz ein paar Schritte abschauen und bei anschließender Live-Tanzmusik selbst sein Können unter Beweis stellen. Reicht das nicht, werden nebenan - am Graben - kostenlose nachmittägliche Tanzkurse angeboten. Am Abend verwandelt sich die Nobelflaniermeile wieder in den laut Veranstaltern größten Ballsaal Europas.

Highlight für viele Pfadbesucher ist sicherlich das Feuerwerk um Mitternacht. Gezündet wird es erneut am Rathausplatz, wo zusätzlich eine Reihe von Bands und DJs zum Shaken animieren. Am Pratervorplatz, wo ab 20.00 Uhr gefeiert wird, wird 2019 ebenfalls mit bunten Raketen begrüßt, wobei das farbenfrohe Spektakel synchron zu einer speziellen Musikuntermalung abläuft.

Freunde der klassischen Musik kommen am Herbert-Karajan-Platz auf ihre Kosten. Dort wird ab 19.00 Uhr die "Fledermaus" in der Inszenierung von Otto Schenk live aus der Staatsoper via LED-Screen übertragen. Die Ausstrahlung der Neujahrskonzerts folgt dann tags darauf ab 11.00 Uhr am Rathausplatz. Wer sich zu dieser Uhrzeit noch auskurieren muss, hat ab 14.00 Uhr noch eine zweite Chance.

Zwecks sicherer Heimreise ohne Auto schieben die Wiener Linien zum Jahreswechsel wieder Extraschichten. Alle U-Bahnen-Linien sowie die Straßenbahnlinien D, 1, 2, 6, 18, 25, 26, 31, 38, 41, 43, 46, 49, 60, 62, 67 und 71 und die Autobuslinien 7A, 26A, 29A, 35A, 66A, 68A, 68B und 73A fahren die ganze Nacht hindurch mindestens im 15-Minuten-Takt. Aus Sicherheitsgründen wird die Station Stephansplatz ab 21.00 Uhr allerdings nicht eingehalten.

Das Zünden von Knallkörpern und Feuerwerksraketen ist im Stadtgebiet einmal mehr verboten. Nichtsdestotrotz warnt der Verband der österreichischen Augenärzte (ÖOG) vor Verletzungen. Im Vorjahr wurden österreichweit 86 Fälle behandelt - von leichten Verbrennungen der Lider bis zu schweren Verletzungen des Augapfels, die zur Erblindung geführt haben. Die ÖOG rät, Feuerwerke nur Profis zu überlassen und vom privaten Gebrauch gänzlich abzusehen.

Sensibel auf die Böllerei reagieren mitunter Haustiere. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten empfiehlt deshalb, Hunde und Katzen am Silvesterabend nicht alleine zu lassen und ihnen Rückzugsmöglichkeiten zu geben.

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