11. November 2019 10:24

Chronik

Zahl der Toten durch "Bulbul" auf mindestens 24 gestiegen

Nach dem Zyklon "Bulbul" an den Küsten von Bangladesch und Indien am vergangenen Wochenende ist die Zahl der Todesopfer auf 24 gestiegen. Wie die Behörden am Montag mitteilten, starben in den indischen Bundesstaaten Westbengalen und Odisha zwölf Menschen. In Bangladesch kamen mindestens zwölf Menschen bei dem Sturm ums Leben, davon elf durch umstürzende Bäume.

Außerdem wurden fünf Menschen nach dem Untergang eines Fischkutters vor der Insel Bhola im Süden von Bangladesch vermisst. Das sagte ein örtlicher Behördenvertreter.

"Bulbul" hatte am Samstagabend mit Windgeschwindigkeiten von bis 120 Stundenkilometern an den Küsten der beiden Länder gewütet. Dabei habe er eine Spur der Verwüstung hinterlassen, hieß es von Bangladeschs Katastrophenschutzministerium. Rund 10.000 Hütten aus Lehm, Blech und Bambus seien zerstört worden ebenso wie 200.000 Hektar Ackerland. Vorsorglich waren 2,1 Millionen Menschen in Notunterkünfte gebracht worden.

Auch von den Küsten des indischen Bundesstaates Odisha wurden massive Schäden in der Landwirtschaft gemeldet. Abgeschwächt wurde der Zyklon nach Angaben von Behördenvertretern durch die Sundarbans, die größten Mangrovenwälder der Welt, die sich auf Indien und Bangladesch erstrecken.

Die beiden südasiatischen Länder werden regelmäßig von Zyklonen getroffen. Obwohl die Zahl der Stürme auch wegen des Klimawandels zugenommen hat, ist die Zahl der Todesopfer bei diesen Naturkatastrophen dank schnellerer und größerer Evakuierungsaktionen und des Baus tausender Notunterkünfte zurückgegangen.

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