9. März 2020 16:45

Politik

Zwei US-Soldaten im Irak bei Anti-IS-Mission getötet

Bei einem Einsatz gegen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Irak sind zwei US-Soldaten getötet worden. Die Soldaten wurden am Sonntag während einer Mission gegen eine "IS-Terroristenhochburg" im Norden des Landes an der Seite irakischer Streitkräfte getötet, wie die US-geführte Anti-IS-Koalition mitteilte. Die US-Soldaten hätten "die irakischen Sicherheitskräfte beraten und begleitet".

Aufgrund der Spannungen zwischen Teheran und Washington und der Angriffe gegen US-Stützpunkte im Irak, hinter denen laut Washington pro-iranische Gruppierungen stehen, hatte die Koalition zuletzt angekündigt, ihre Aktivitäten im Irak auszusetzen. Am Montag verkündete die irakische Armee jedoch den "Sieg" eines "mit der Luftwaffe der Koalition koordinierten" gemeinsamen Einsatzes.

Die Lage war Ende Dezember eskaliert, als bei Raketenangriffen im Norden des Irak ein US-Bürger getötet wurde. Als Reaktion darauf flogen die USA zwei Tage später Luftangriffe auf pro-iranische Milizen und töteten mindestens 25 Kämpfer. Anfang Jänner wurde bei einem gezielten US-Drohnenangriff im Irak der iranische General Ghassem Soleimani sowie der irakische Milizen-Anführer Abu Mehdi al-Muhandis getötet.

Die pro-iranischen Milizen drohten daraufhin mit Vergeltung. Die gezielte Tötung Soleimanis verschärfte die Spannungen zwischen Washington und Teheran und belastete das Verhältnis zwischen den USA und dem Irak. Das irakische Parlament forderte kurz nach Soleimanis Tod den Abzug aller US-Truppen sowie anderer ausländischer Streitkräfte aus dem Land. Das Votum wurde jedoch bis heute von der Regierung in Bagdad nicht umgesetzt. Etwa 5.200 US-Soldaten sind derzeit im Irak stationiert.

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